Wettbewerb ‘Innenstadt Kaltenkirchen’, Kaltenkirchen

Die Neugestaltung der Kaltenkirchener Innenstadt inszeniert die Holstenstraße als grüne Lebensader: ein durchgängiger Stadtboulevard mit einheitlichem Natursteinpflaster, klaren Eingangssituationen am Holstenplatz und Entreeplatz sowie einer Abfolge von Holstenplatz, Rathausgarten, Grünem Markt und Flaniermeile. Beidseitige Baumpflanzungen, Grüninseln mit Stauden und Gräsern, kleine Plätze mit Sitzinseln und Wasserspielen schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität und machen die Innenstadt gut lesbar und adressbildend.

Entreeplatz, Kleiner Markt, Holstenplatz, Rathausgarten und Grüner Markt werden zu vielfach nutzbaren, grünen Stadträumen: mit Spiel- und Bewegungsangeboten, Außengastronomie, Loungemöbeln, Lesegarten an der Bücherei, Marktnutzung und ruhigen Aufenthaltsbereichen am Wasser. Shared-Space-Bereiche und fußgängergeprägte Zonen ordnen den Verkehr neu, reduzieren den MIV im Zentrum und stärken Fuß- und Radverkehr. Stellplätze werden gebündelt, teils multifunktional nutzbar und mit Rasenfugenpflaster ausgeführt.

Ein durchgehendes blau-grünes Band aus Baumpflanzungen, Stauden- und Gräserflächen sowie Versickerungsmulden übernimmt die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung. Oberflächenwasser wird in Rigolen gespeichert, zur Bewässerung der Bäume genutzt und kann in abgesenkten Grünflächen zwischengespeichert, versickert und verdunstet werden. Umfangreiche Entsiegelungen, klimaresiliente Gehölze, Blühwiesen und insektenfreundliche Bepflanzung verbessern Mikroklima und Biodiversität.

Nachhaltige, langlebige Materialien, ein reduzierter Materialkanon, pflegeextensive Pflanzungen, energieeffiziente Beleuchtung und der Erhalt möglichst vieler Bestandsbäume sichern Wirtschaftlichkeit und ökologische Qualität. So entsteht eine klimaangepasste, gut erreichbare und einladende Innenstadt, in der Aufenthalt, Begegnung und alltägliche Wege gleichermaßen Platz finden.

Auftraggeber:

Planungszeitraum:

Stadt Kaltenkirchen

2025

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